Margeriten
Margariten (Leucanthemum) zieren jedes Jahr vom Frühling bis in den Herbst Gärten und Balkone. Die kleinen Verwandten der Chrysanthemen sind in ganz Europa verbreitet. Es sind krautige bis 80 cm hohe kompakte Pflanzen, die der Familie der Korbblütler angehören.
Neben den auf Wiesen und an Waldrändern wild wachsenden Pflanzen erfreuen sich immer wieder neue Züchtung für die Garten- und Balkonbepflanzung größter Beliebtheit.
Dekorative Margeriten für Garten und Balkon
Besonders schön sehen Margeriten in Kübeln, Töpfen oder Pflanzkästen auf dem Balkon oder im Eingangsbereich des Hauses aus.
Aber auch im Garten sind sie bei der Gestaltung von Rabatten, Einfassungen oder auch in Schalen und Kübeln tolle Gestaltungselemente, die bei sorgfältiger Pflege mit einer üppigen Blütenpracht aufwarten.
Wuchsformen und Blütenfarbe
Nach der Wuchsform unterscheidet man Strauchmargeriten und Stämmchen, wobei die Strauchmargeriten für einen dichten Bewuchs sorgen (deshalb wird die Margerite im Volksmund auch Wucherblume genannt) sind Stämmchen als solitäre Pflanzen sehr schön anzuschauen. Mit ihrer kugeligen Krone aus Laubblättern und unzähligen rein weißen, in der Mitte gelben, Korbblüten haben sie etwas märchenhaftes.
Egal ob Margeritenstrauch oder Stämmchen, die Margerite zählt zu den schönsten und blühfreudigsten Balkon- und Gartenpflanzen. Abgesehen von der unterschiedlichen Wuchsform gibt es neben den rein weißen Margeriten auch Margeriten mit getönten Blütenblättern. Das Farbspektrum reicht vom sonnigen Gelb über rosafarbene und pinke Blüten bis hin zu roter Blütenpracht.
Auch gefüllte Sorten, die mehr als einen Kranz Blütenblätter besitzen sind in verschieden Farben und Wuchsformen erhältlich und reihen sich in die große Margeritenvielfalt ein. Neben den bereits allgemein genannten Sorten gibt noch Wiesen- und Herbstmargeriten, Großmargeriten, Sommermargeriten sowie mannigfaltige spezielle Züchtungen.

Margeriten auf einer Wiese
Standortansprüche und Pflege
Für das bestmöglich Wachstum und Blühverhalten der Margerite sind der richtige Standort, der der Sorte entsprechende, gute Boden, optimale Licht- und Wasserverhältnisse, viel Platz und eine intensive Pflege nötig.
Die Ansprüche an den Boden können bei den einzelnen Margeritensorten sehr unterschiedlich sein. Während die Wiesen- und Großmargerite einen humusreichen, lehmigen und nährstoffreichen Boden bevorzugt, gedeihen Herbstmargeriten auf recht feuchten, etwas sauren Böden am besten, die bunte Sommermargerite hingegen bevorzugt einen durchlässigen, nährstoffreichen und warmen Boden und die Straußmargerite liebt trockene kalkige Standorte.
Beim Licht sieht es etwas anders aus, denn alle Margeriten lieben einen sonnigen Standort, können aber auch im Halbschatten noch gut gedeihen. Auf Grund des üppigen Blattwerks und der vielen Blüten hat die Margerite einen hohen Wasserbedarf. Regelmäßige Wassergaben besonders an sehr sonnenintensiven Standorten müssen sein um das Austrocknen der Wurzeln und der Pflanzen zu verhindern.
Eine angewelkte Margeritenpflanze kann man auch mit viel Wasser nur schwer wieder zum Leben erwecken. Auch wenn die Margerite einen hohen Wasserbedarf hat verträgt sie jedoch keine Staunässe. Ebenfalls tut eine gelegentliche Düngergabe den Pflanzen sehr gut.
Um sich optimal entfalten zu können brauchen alle Margeriten, aber besonders die Strauchmargeriten viel Platz, sowohl für die Wurzeln als auch für die oberirdischen Pflanzenteile. Deshalb sollte schon beim Anlegen der Beete, Rabatten aber auch bei der Bepflanzung von Kübeln und Töpfen für den nötigen Platz und Abstand zu anderen Gartengewächsen gesorgt werden.
Für eine lange und üppige Blütenpracht werden die verblühten Blüten in regelmäßigen Abständen entfernt und die Blütenstiele zurückgeschnitten, dadurch wird die Neublütenbildung von Blütengefördert und das Blühverhalten immer wieder positiv beeinflusst.

